Wenn am kommenden Wochenende der Startschuss zum 19. NightAttack Flumserberg fällt, treffen Höhenmeter, Stirnlampenlicht und sportliche Leidenschaft auf eine beeindruckend breite Palette an Persönlichkeiten. Vom sieben jährigen Tobias Willi aus Heiligkreuz bis zur aktuellen Streckenrekordhalterin und Profiskibergsteigerin Sarah Dreier (AT), von einem der treuesten Athleten Reto Hidber aus Grüsch bis zum langjährigen Teilnehmer und Sponsor Thomas Mullis aus Flumserberg – sie alle zeigen, wie verschieden die Wege zum Skitourensport sein können und was diesen Event am Flumserberg so besonders macht.

Sarah Dreier beim 17. NightAttack im Schlussanstieg, Reto Hidber und René Wildhaber beim zweiten NightAttack im Jahr 2006 sowie Thomas Mullis im letzten Jahr gefolgt von seinem Sohn in der gelben Jacke beim 18. NightAttack.
Skitourengehen aus vier Perspektiven
Tobias Willi erlebt das Skitourengehen ganz pragmatisch: Wenn die Seilbahnen im Frühling stillstehen, führen nur die Tourenski ins geliebte Hüttli am Pizol – Training inklusive, ganz ohne Absicht. Ganz anders die Profiskibergsteigerin Sarah Dreier, für die Skitourengehen pure Leidenschaft und Beruf zugleich ist: „Das Gefühl am Gipfel zu stehen und zu wissen, dass man den Berg aus eigener Kraft erklommen hat, fasziniert mich jedes Mal.“
Reto Hidber verbindet in diesem Sport Technik und Ausdauer, seit er mit zehn Jahren seine erste Skitour machte ist es bis heute seine Lieblingssportart. Für den Sponsor Mullis ist das Tourengehen ein fester Bestandteil des Winterhalbjahres: „Von Ende Oktober bis Ende Mai bin ich auf den Skis unterwegs.“
Der Reiz des NightAttack: Von Mütze bis Konkurrenzgeist
Was macht den NightAttack so besonders? Für den Jüngsten ist die Antwort einfach: „D’Chappä, welche man bekommt.“ Die Streckenrekordhalterin zeigt sich vor allem begeistert von der Mischung aus Hobby-Sportlern, Freude und Kreativität – besonders die verkleideten Teilnehmenden haben sie bei ihrer ersten Teilnahme fasziniert. Der treuste Athlet schätzt den regionalen Wettbewerb, der Vergleiche mit Gleichgesinnten erlaubt. Und der Sponsor unterstreicht die langjährige Tradition: „Die Mischung aus Spitzenläufern und Volksläufern, die entspannte Atmosphäre und das gesellige Beisammensein machen den NightAttack einzigartig.“
Ziele und Vorbereitung: Zwischen Weltcup-Ambitionen und Vater-Sohn-Duo
Die Ziele für den NightAttack könnten unterschiedlicher kaum sein. Tobias Willi möchte vor allem „das Ziel erreichen“, während Sarah Dreier mitten im Höhentrainingskurs in Hochgurgl steckt und das Rennen als Teil ihrer Vorbereitung auf die Weltcupsaison nutzt. Reto Hidber will im Ziel sagen können, dass er seine aktuelle Leistung abgerufen hat, während Thomas Mullis gemeinsam mit seinem Sohn antritt – mit dem klaren Ziel, dessen Zeit vom Vorjahr zu unterbieten.
In der Vorbereitung zeigt sich das gesamte Spektrum des Skitourensports: von ein bis zwei lockeren Trainings mit Tourenski beim Jüngsten über professionelles Sommer- und Intervalltraining bei der Profiathletin, bis hin zu vielseitigem Ausdauertraining bei Hidber. Mullis integriert sein Training sogar in die Vorbereitung für die Patrouille des Glaciers – inklusive Trailrunning und Hike&Fly.
Stimmung, Material und die Freude auf den Winter
Für manche ist es der erste NightAttack, für andere ein vertrauter Treffpunkt alter Bekannter. Dass die Stimmung und das gemeinsame Erlebnis eine zentrale Rolle spielen, betonen alle. Sarah Dreier freut sich auf die Atmosphäre und die Zuschauer am Streckenrand, Hidber erinnert sich an Zeiten, in denen der Spass nach dem Rennen fast wichtiger war als das Rennen selbst, und Mullis hebt die Mischung aus Wettbewerb und Geselligkeit besonders hervor.
Auch beim Material geben die vier wertvolle Tipps: Leicht soll es sein, gut gleitende Felle sind auf den flachen Passagen ein Vorteil – aber bitte vorher testen. „Keine Experimente am Wettkampftag“ lautet ein erfahrener Rat. Und beim Massenstart gilt: Felle gut fixieren!
Vorfreude auf die Wintersaison
Die Wintersaison 2025/26 weckt bei allen grosse Erwartungen. Tobias freut sich schlicht aufs Skifahren. Sarah Dreier blickt auf Europameisterschaften und Weltcup-Verticalrennen. Reto Hidber geniesst jede Tour, bei Tag oder Nacht, auf oder neben der Piste. Und Thomas Mullis hofft auf viel Schnee – und auf die Teilnahme an der Patrouille des Glaciers.
Fazit:
Der NightAttack Flumserberg bringt Menschen zusammen, die unterschiedlicher kaum sein könnten – und doch verbindet sie alle die Faszination für Bewegung im Schnee und in der Nacht. Ob jung oder erfahren, ambitioniert oder genussorientiert: Sie alle freuen sich auf eines der stimmungsvollsten Skitourenrennen der Region. Und das 19. NightAttack verspricht einmal mehr, dieses besondere Gemeinschaftsgefühl aufleben zu lassen.